Gelassenheitsgebet

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Das Gelassenheisgebet ist verfasst von dem amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr. Und egal an was auch immer man glaubt (wenn überhaupt) ist es wichtig zu akzeptieren, dass wir nicht alles kontrollieren und manche Dinge (egal wie sehr wir es uns wünschen) nicht beeinflussen können. Wenn sich uns aber andererseits die Chance bietet etwas zu verändern, wir den Mut haben sollten diese Chance zu ergreifen. Dies zu unterscheiden mag sehr schwer sein, aber es könnte einen großen Unterschied in unserem Leben ausmachen.

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Life is a collection of moments

Den Moment genießen. Nicht immer nur an die Zukunft denken. Auch mal abschalten um sich ganz und gar auf das Hier- und Jetzt zu konzentrieren. Leichter gesagt als getan.

Alexis Carrel sagte einmal: „Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.“

Recht hat er. Viel zu oft denken wir nur daran, was wir alles erreichen wollen. Ziele über Ziele, Erfolge und Errungenschaften, dass einzige was zählt. Aber wo bleibt der Moment, der Moment in dem wir innehalten. Nicht umsonst heißt es so oft: „Der Weg ist das Ziel.“ Nur wenn unser Weg, sprich die Momente, die wir erleben, im Streben unsere Ziele zu erreichen uns im Kopf als Erinnerungen bleiben, nur dann werden wir unsere Erfolg auch voll und ganz genießen können.

Im Leben gibt es wohl kaum etwas, das wir als absolut oder vollkommen bezeichnen würden. Es gibt immer einen Schritt weiter, neue Herausforderungen, neue Ziele. In diesem Kontext lohnt es sich einfach mal nachzudenken. Wo bin ich und wie bin ich hier her gekommen?

Das Leben besteht aus allen Momenten, nicht nur aus den Tagen an denen wir unser großes Ziel erreichen. Genießt diese Momente, teilt sie mit Freunden. Und auch schlechte Erfahrungen sind Teil des Ganzen und zeichnen uns als wer wir sind. Sie zeigen uns, wer für uns da ist und was vielleicht nicht der richtige Weg ist.

Life is a collection of moments. Bastelt euch eure einzigartige Kollektion an Erinnerungen und Erfahrungen.

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Happiness is only real when shared

Dieses Zitat stammt aus dem Film „Into the Wild“ aus dem Jahre 2007 und ist von dem College Absolventen Christopher McCandless, der sich von materiellem Besitz und sozialen Verantwortungen lossagt, um zwei Jahre lang alleine quer durch Amerika zu trampen. Am Ende seiner Reise befindet er sich in Alaska und zieht diesen Satz als sein Fazit.

„Happiness is only real when shared“

Christopher McCandless

Schon immer war ich fasziniert von diesem Zitat und dessen Bedeutung. Auch ich merkte, dass die Schönheit eines Moments nicht nur in dessen Wirkung, sondern vor allem in dessen gemeinsamen Erleben, lag. Dieses stumme Verständnis aller Beteiligten über diesen besonderen Moment führt zu einem starken Zugehörigkeitsgefühl und somit zu einem großen Anstieg des Selbstwertgefühls des einzelnen. Geteilte Momente (egal ob traurig, fröhlich, enttäuschend oder Lustig ) sind also, meiner Erfahrung nach, wichtig für Menschen und weitaus befriedigender als nur stumpfes Empfinden. In unserer modernen Welt, wo fast alles veröffentlicht und über Social Media geteilt wird, sollte man meinen, dass ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl und damit auch ein erhöhtes Selbstwertgefühl entstehen sollte. Laut Studien ist aber genau dies nicht der Fall. Mehr Menschen denn je sind auf der Suche nach ihrer Zugehörigkeit und Identität, denn: Nachgestellte Momente haben auf uns nicht die selbe Wirkung wie ein reales und gemeinsames Erleben. Es musste ja schließlich auch ein Grund gehabt haben, wieso sich der junge Abenteurer zu dieser Reise entschloss.

Deswegen: Teilt schöne Momente, wenn sie passieren, mit Leuten, die euch wichtig sind. Redet über eure Probleme und fresst sie nicht in euch hinein und seid für andere da, wenn die das selbe tun wollen.

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Wann hast du zuletzt einen Regenwurm gesehen?

Diese Frage mag zunächst einmal etwas komisch wirken, doch überleg mal genau. Wann hast du das letzte mal einen Regenwurm gesehen? Ich für meinen Teil habe schon sehr lange keinen mehr gesehen. Jetzt könnte ich sagen: Naja, ich wühle ja nicht in der Erde rum und suche irgendwelche Krabbeltiere. Vielleicht habe ich auch nicht darauf geachtet und in Wirklichkeit sehe ich genau so viele Regenwürmer wie früher.

Ganz, aber auch ganz vielleicht liegt das aber auch an der Tatsache, dass sich die Zahl der Insekten in den letzten Jahren um 75% zurückgegangen ist. Viele mögen die Ausmaße dieses Rückgangs gar nicht begreifen und freuen sich lediglich darüber, dass ihnen im Sommer weniger kleine Tierchen ins Gesicht fliegen. Um der Sache tatsächlich einen Vorteil abzugewinnen, könnte man sich auch über die sinkende Anzahl an Zeckenbissen freuen, aber das wars dann auch langsam.

Komplexe Probleme der heutigen Zeit lassen sich nicht mehr auf einfache Tatsachen reduzieren. Nein, die Wahrheit ist, wir haben ein riesiges Problem, dass den Namen Artensterben trägt und der Schwund der Insekten ist nur ein Teil des Ganzen.

Und bevor bestimmte Leute jetzt sagen: „Wieso Problem, das ist doch ganz normal, jede Spezies stirbt einmal aus“, sollten eben jene erstmal verstehen was Artensterben überhaupt heißt. Wenn kein Individuum einer Art mehr existiert gilt diese als ausgestorben. Von Artensterben hingegen redet man, wenn sehr viele verschiedene Arten in sehr kurzer Zeit aussterben. Und wer hats geglaubt, genau dieser Prozess findet aktuell statt. Laut dem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben täglich bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten aus.

Und die Ursache des Ganzen ist keine geringere als der Mensch selbst. Mit unserem wachsenden globalen Einfluss und der daraus resultierenden Veränderung unserer Umwelt zerstören wir Lebensraum und damit das Leben und die Existenz zahlreicher Tiere und Pflanzen.

Klimawandel, die Förderung der Verbreitung invasiver Arten und unsere immenser Flächenverbrauch sind nur einige Beispiele, wie wir unseren Planeten immer mehr zerstören.

Betrachten wir das doch mal am Beispiel der Insekten. Durch den Verlust von Streuobstwiesen, Weiden oder auch natürlicher Lebensraum fehlt es an überlebensnotwendigen Nieschen. Monokulturen bieten nicht den Lebensraum den Insekten benötigen. Letztendlich geben Pestizide und Bodenverdichtung, als weitere Folgen der Industriellen Landwirtschaft den Insekten den Rest.

DAs ganze hat gravierende Folgen. Aktuell machen Insekten 60% aller bekannten Tiere aus. Allein die Biomasse aller Ameisen übersteigt die der gesamten Menschheit. Erstaunlich. Nahezu jede Pflanze benötigt Insekten zur Bestäubung. Ohne Bienen, kein Honig. Viele weiter Insekten bilden die Nahrungsgrundlage zahlreicher Tiere. Also nicht nur „lästige Tierchen“.

Und was machen wir. Wir verschließen die Augen vor dem, was direkt vor unserer Nase passiert. Nicht mehr lange und wir werden die Folgen am eigenen Leib spüren. Es sind eben nicht Wir und die Erde auf der wir leben. Nein wir sind Teil des Ganzen und mit der Erde gehen auch wir unter, wenn wir nicht bald handeln.

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Aller Anfang ist schwer

R: „Aller Anfang ist schwer.“ Diese Worte sind die ersten, die mir in den Kopf schießen, als ich mir zum ersten Mal zum Thema Anfänge Gedanken gemacht habe. Ob das nun daran liegt, dass ich dieses Sprichwort schon sehr oft gehört habe oder tatsächlich daran, dass ich genau diese Eigenschaft mit Anfängen verbinde weiß ich gar nicht so genau.

O: Witzig eigentlich! Auch ich musste zunächst an die Schwierigkeiten und Herausforderungen denken, die so ein Anfang mit sich bringt. Denn obwohl unser Leben voll von Anfängen und ersten Malen ist entwickeln wir mit der Zeit doch irgendwie eine Angst davor

R: Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr fällt mir auf, dass es mir manchmal echt schwer fällt anzufangen. Aber ist das nicht vielmehr ein Problem unserer Generation?

O: Ich würde sagen ja. Sind wir nicht alle auf gewisse Art und Weise Prokastinateure? Sachen aufzuschieben, sich erst zum letztmöglichen Zeitpunkt um Dinge zu kümmern, das macht doch fast jeder heutzutage. Doch im Endeffekt hat alles irgendwann einen Anfang.

R: Alles hat irgendwann einen Anfang. Unser Universum hat den Urknall, wir Menschen werden geboren und unsere Laufbahn beginnt meistens mit der Einschulung. dabei ist der Anfang oftmals der wichtigste, aber auch der schwerste Schritt.

R: Psychologisch gesehen ist das ja auch nachvollziehbar. Ich begegne einer neuen Sache, die mir bis zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannt ist. Der erste Schritt bedeutet Überwindung. Am Anfang läuft nicht alles perfekt, aber das ist ok. Erfahrung macht den Meister.

O: Bei mir ging im Prinzip alles schon mit der Geburt los, als ich 9 Stunden, die Hilfe zahlreicher Krankenschwestern und eine überdimensionale Saugglocke benötigte um überhaupt erst falschrum herauspurzeln zu können.

O: Durch meine gesamte Kindheit hat sich der Wunsch nach ein perfekten Anfang gezogen, der sich besonders beim Dialog mit dem anderen Geschlechte äußerte. Trotz zahlreicher schlechter Erfahrungen, war ich immer wieder fasziniert wie viele Möglichkeiten, Chancen neue Anfänge einem doch immer wieder bieten. Ohne Anfänge wäre das Leben monoton und furchtbar fade. Es geht doch nichts über die süße Nervosität vor dem ersten Arbeitstag oder sogar vor dem ersten Kuss. Wir müssen den Mut haben unsere Komfortzone zu verlassen. Nur so können neue Anfänge unseren Horizont erweitern.

Aus diesem Grund möchten wir diesen Blog starten. Wir haben Spaß am schreiben, diskutieren gerne über die unterschiedlichsten Sachverhalte und versuchen unterschiedliche Blickwinkel nachvollziehen zu können.

Also dann mal los…

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